Mit Unterstützung von Velo Infanger am härtesten Mountainbike-Rennen der Welt

André Fedier und Markus Gisler absolvieren vom 15. bis 22. März das Cape Epic in Südafrika. Im Interview erzählt André Fedier, was sie erwartet und wieso die Unterstützung von Velo Infanger bei diesem anspruchsvollen Rennen für ihn so wichtig ist.

André, in welcher Kategorie startest Du mit deinem Rennpartner?

André Fedier: «Wir sind in der Kategorie Masters gemeldet, das heisst, beide Fahrer sind 40 Jahre alt oder älter. Das Reglement verlangt, dass die Etappen jeweils als Zweier-Team absolviert werden und zusammen das Ziel erreicht werden muss. Ansonsten wird man aus dem Rennen genommen. Auf die Etappen oder die Rennstrecke haben die Kategorien keinen Einfluss.»  

Was für Wettkämpfe hast Du bisher bereits bestritten?

André Fedier: «Ich nehme seit rund zwei Jahren gelegentlich an Tagesrennen teil. Zu den Anspruchsvollsten gehörten sicherlich der Eiger Bike-Marathon, der Nationalpark-Marathon, sowie der Black Forest Ultra Bike-Marathon. Die Teilnahme am Swiss Epic 2019 war sicher das bisherige Highlight. Das Swiss Epic gehört zur Cape Epic-Serie und hat identische Rahmenbedingungen wie das Cape Epic.»

Verglichen mit den bisherigen Wettkämpfen, die Du bestritten hast, wie anspruchsvoll ist das Cape Epic?

André Fedier: «Das Cape Epic ist das härteste Mountainbike-Rennen der Welt. Der Stellenwert ist vergleichbar mit einer Teilnahme an der Tour de France.»

«Das Cape Epic ist das härteste Mountainbike-Rennen der Welt.»

Was sind die grössten Herausforderungen, die Du erwartest?

André Fedier: «Da gibt es viele Herausforderungen zu meistern. Das südafrikanische Klima, die über 700 Teams, die acht Tage mit 647 Kilometern und 15’550 Höhenmetern. Die einzelnen Etappen sind sehr anspruchsvoll und betragen im Schnitt 100 Kilometer mit 2000 Höhenmeter. Das fordert den Bikern alles ab. Leider passieren auch immer wieder Stürze mit Verletzungen bis hin zu Knochenbrüchen. Eine andere Begleiterscheinung, mit der ebenfalls gerechnet werden muss, ist die Defekthexe. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ernährung und Erholung zwischen den Etappen. Und die letzte Herausforderung ist es natürlich, gesund zu bleiben – insbesondere in Südafrika.»

Welches Ziel hast Du Dir gesetzt?

André Fedier: «Unser Hauptziel ist es, das Rennen fertig fahren zu können. Aufgrund der oben erwähnten Herausforderungen ist dieses Ziel schon ambitiös. Da mein Partner, Markus Gisler, das Cape Epic schon dreimal erfolgreich beendet hat, kann ich sicherlich von seinen Erfahrungen profitieren. Das Gesamtklassement spielt in unsrem Abenteuer keine so grosse Rolle. Wir freuen uns auf eine grossartige Zeit in Südafrika.»

«Unser Hauptziel ist es, das Rennen fertig fahren zu können.»

Mit welchem Bike wirst Du starten?

André Fedier: «Mit einem Race Fully Mountain-Bike der Marke Specialized. Mein Modell, Epic S-Works, hat 100 Milimeter Federweg vorne und hinten.»

Wie hast Du Dich vorbereitet in den letzten Monaten?

André Fedier: «Der Entscheid, das Rennen zu fahren, fiel eher unerwartet und kurzfristig vor rund sechs Monaten. Während der letzten Monaten habe ich viele Indoor-Stunden verbracht mit Spinning, Krafttraining und Rollentraining. Und falls das Wetter es zuliess, habe ich im Freien mit dem Mountainbike oder dem Rennvelo trainiert.»

Wann geht es los nach Südafrika? Warst Du schon mal dort?

André Fedier: «Für mich ist es die erste Reise nach Südafrika. Ich werde am Dienstag, 10. März, nach Kapstadt fliegen und mich vor Ort akklimatisieren. Wir gehören zum Meerendal Team und geniessen einen erweiterten Support. Das Rennen beginnt am Sonntag, 15. März, mit dem Prolog in Kapstadt und endet am 22. März in Val de Vie. Anschiessend bleiben noch zwei Tage, um Kapstadt zu besichtigen.»

«Für mich ist es die erste Reise nach Südafrika.»

Wie unterstützt dich Velo Infanger beim Rennen. Und wie wichtig ist eine solche Unterstützung?

André Fedier: «Die Unterstützung von Markus Infanger hat schon im Jahr 2018 begonnen, als ich ihm von meinem grossen Traum erzählt habe. Der Plan damals war eine Teilnahme am Cape Epic im Jahr 2019 mit einem Arbeitskollegen. Die Startplätze waren reserviert und die Reise so gut wie gebucht. Auch die neuen Bikes und Kleider von Velo Infanger wurden geliefert, und Markus Infanger hat Spezial-Reifen organisiert. Leider fiel aufgrund privater Gründe meines damaligen Partners die Teilnahme ins Wasser.»

Wie ging es danach weiter?

André Fedier: «Die Enttäuschung war sehr gross, aber das Verständnis von Markus Infanger war immer da und hält bis heute an. Ich durfte auf sehr gute Konditionen und ein persönliches Engagement zählen. Dafür bin Velo Infanger sehr dankbar. Denn ohne eine solche grandiose Unterstützung wäre dies alles nicht möglich. Was besonders Spass machte, war der persönliche Erfahrungsaustausch und die gegenseitigen Fachgespräche. Die Testreifen, die ich während mehreren Monaten testen durfte, brachten mich fahrtechnisch weiter, und meine Testberichte hoffentlich die Specialized-Entwicklungsabteilung.»

«Ohne die grandiose Unterstützung von Velo Infanger wäre das alles nicht möglich.»

Infos zum Cape Epic gibt es hier, die registrierten Fahrer findet man hier, Infos zum Team Meerendal hier.

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